Die Naturschutzjugend (NAJU)

Deutschlands größter Kinder- und Jugendverband im Naturschutz

Die Naturschutzjugend (NAJU) im Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. ist die unabhängige, gemeinnützige Jugendorganisation des NABU und deutschlandweit der größte Kinder- und Jugendverband im Natur- und Umweltschutz. Sie wurde 1982 gegründet und hat es sich zum Ziel gesetzt, durch aktiven Natur- und Umweltschutz die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen und die biologische Vielfalt zu erhalten.

 

Die NAJU ist der führende Kinder- und Jugendverband in der außerschulischen Umweltbildung, im Umweltschutz und im praktischen Naturschutz. Die NAJU ist  mit über 1000 Gruppen in ganz Deutschland aktiv. Durch Projekte und Kooperationen im In- und Ausland pflegt die NAJU ein großes Netzwerk.

 

In der NAJU engagieren sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für den Schutz von Natur und Umwelt. In unseren Ortsgruppen sind wir vor allem im praktischen Naturschutz aktiv: Wir pflanzen Bäume, bauen Krötenfangzäune, kümmern uns um Streuobstwiesen, schützen Vögel & Fledermäuse oder machen auch mal eine Schlammschlacht beim Anlegen von Teichen.

 

Der NABU verjüngt sich

 Seit neustem gibt es beim NABU Hermannsburg-Faßberg eine Jugendgruppe! Am Freitag, 30.September 2016, fand zwischen 16.00-18.00 Uhr das Gründungstreffen im „Haus der Natur“ in Oldendorf statt. Ron Livingston, und Joachim Webel, wollten sich um den Aufbau und die Betreuung einer NAJU (Naturschutz-Jugendgruppe) kümmern und hatten auf Plakaten und in regionalen Zeitungen auf dieses 1. Treffen hingewiesen. Wider Erwarten war die Resonanz sehr groß: 25 Kinder bzw. Jugendliche im Alter von 7-17 Jahren bevölkerten das Gelände vor dem ehemaligen Erich-Eikenrodt-Hauses (heute: Haus der Natur. Sie meisterten nach einer Vorstellungsrunde emsig eine Rallye, bei der in Dreiergruppen Fragen zu Naturobjekten beantwortet werden mussten, zu denen sich Informationen auf den Tafeln des angrenzenden Naturlehrpfades fanden, und bargen gemeinsam, ohne Hilfe von Erwachsenen, eine große Tafel Schokolade aus einem „Säureteich“ (der ungemähten Wiese vor dem Versammlungshaus), der natürlich weder betreten noch berührt werden durfte. Ein 40 m langes Kletterseil, ein zusammen ausgetüftelter Plan und das kräftige Mitanpacken aller führten zum Erfolg: das leichteste Kind der Gruppe, das ausgerechnet an diesem Tag Geburtstag hatte, hangelte kopfunter an dem von allen straff gezogenen Seil zur Schokolade, angelte sich diese und verteilte sie anschließend unter allen Gruppenmitgliedern. Die fröhliche, ausgelassene Stimmung zeugte von einem Gelingen dieser ersten Veranstaltung.

            Das 2. Treffen, das am 21. Oktober stattfand, war wieder gut besucht (22 Kinder bzw. Jugendliche). Nach einem Spiel, das dem Lernen der Namen aller Teilnehmer diente, und einer Vorstellung des „Baumes des Tages“ (diesmal der Sandbirke) ging es hinaus an die Örtze zu einer Fließgewässeruntersuchung. Mit Küchensieben und Pinseln wurden Insektenlarven und Krebstiere gefischt, anschließend im Haus der Natur beobachtet, mittels Bestimmungsliteratur bestimmt, einer Gewässergüte-Klasse (II) zugeordnet und wieder freigelassen. Obwohl das Wetter kühl und regnerisch war, schien auch dieser Nachmittag den Teilnehmern gefallen zu haben.

 

            Mittlerweile hat sich der Kreis der Betreuer um 2 Erwachsene erweitert: Dieter Thieße und Kristina Basenau haben ihre Unterstützung zugesagt und zum Teil schon eingebracht. Gut wäre es, wenn bald auch noch ältere Jugendliche mit Gruppenleiter Erfahrung zu diesem Kreis dazu kämen. 

NAJUs on Tour - Ferienanfang

 

Am letzten Schultag hatten die NAJUs (vom NABU Hermannsburg-Faßberg) die Möglichkeit die Natur auf dem Rheinmetallgelände unter die Lupe zu nehmen. Herr Quast begleitete die Gruppe über das Gelände und berichtete auf interessante Art, wie das Gelände entstand und sich weiter entwickelt hat. Das gesamte Areal wird heute nach LÖWE, Naturschutz- und Sicherheitsrichtlinien bewirtschaftet, was für Förster und Forstmitarbeiter eine lohnende Herausforderung ist. Die NAJU konnte die Ergebnisse dieser Arbeit bewundern:

Auf der riesigen Heidefläche, auf der Lerchen ihren wohltönenden Gesang zum Besten geben und hunderte verschiedene Schmetterlinge ein sicheres Zuhause finden.

In den nachhaltig aufgebauten Wäldern, in denen sich seltene Tiere, wie Wolf, Seeadler, Uhu, und Fischadler wohl fühlen. Der Seeadler ließ sich von den Kindern durch Ferngläser gut beobachten. Bedrohte Pflanzen, wie Arnika, verschiedene Orchideen, Sonnentau und viele mehr fühlen sich in den untereinander vernetzten Biotopen wohl.

Auch an dem herrlichen Teich konnten die NAJUs die Schellenten, Graureiher, Wasseramsel und Waldwasserläufer beobachten. Gut geschützt hinter einer Beobachtungswand, damit die Tiere durch den Besuch nicht unnötig gestört werden. Auch der Spaß am Wasser kam nicht zu kurz, denn am Ufer der Gerdau gab es einiges aus der Nähe zu erkunden.

Alle Kinder waren beeindruckt von der Artenvielfalt dieses Geländes und den Tieren und Tierspuren, die während der Tour gefunden wurden. Vielen Dank an Herrn Quast, der sich dafür die Zeit genommen hat.

 

 

NAJU auf Tour in Tönning

Wie schon im letzten Frühjahr begab sich die Naturschutzjugend ( NAJU) Hermannsburg-Faßberg auf eine kurze Reise zur Naturerkundung. In diesem Jahr fiel die Wahl auf Tönning (Nordseeküste zwischen Husum und Heide) und das Katinger Watt. Hier konnten die NAJUs das Wattenmeer, selten gewordene Küstenvögel und besonders spezialisierte Pflanzen erkunden . Auch ermöglichte ein beschaulicher Zeltplatz günstige Übernachtungen. Am ersten Tag im NABU-Naturzentrum Katinger Watt wurden neben Graugänsen Weißwangengänse, Austernfischer, Kiebitze und Säbelschnäbler beobachtet. Bereits der Weg dorthin war sehr spannend: Weiden-Sandbienen, Ölkäfer, Feldhasen und andere seltene Tiere begegneten der Gruppe.

Bei regelrechtem Aprilwetter samt Blitz und Donner besuchte die Gruppe am zweiten Tag das Multimar Wattforum und die Seehundstation Friedrichskoog. Im Wattforum erlebten die Kinder und Jugendlichen neben einer hoch interessanten Darstellung des Ökosystems Watt eine spannende Taucherfütterung in einem riesigen Aquarium mit Nordseebewohnern. Sie konnten dem Taucher Fragen stellen, die er durch eine spezielle Maske über Mikrofon beantwortete. Abends wurde mit der gruppeneigenen „Gulaschkanone“ in Gemeinschaftsarbeit gekocht und am wärmenden Feuerkorb das wohlverdiente Abendessen genossen. Am 3. Tag ging es zurück zu den Eltern, im Gepäck viele einzigartige Erlebnisse für spannende Erzählungen.

  Text: K. Basenau

 


NAJUs on Tour in den Ferien

NAJUs on Tour in den Ferien

 

Wie schon im letzten Jahr reiste die Naturschutzjugend (NAJU) des  NABU Hermannsburg-Faßberg in der ersten Ferienwoche nach Neu Darchau ins Biosphärenreservat Elbtalaue. Auf einem herrlichen Zeltplatz direkt am Fluss wurde das "Basislager" errichtet. Baden in der Elbe, Ballspiele in der Auenwiese und Lagerfeuer am Sandstrand waren selbstverständlich. Von hier unternahmen die Kinder und Jugendlichen erlebnisreiche Ausflüge.

Eine Radtour nach Hitzacker wurde zum Abenteuer, denn in Hitzacker hätte die Fähre genutzt werden müssen, um über die Elbe ans leicht zu befahrende östliche Ufer zu gelangen. Wegen des niedrigen Wasserstandes war diese zuvor außer Betrieb gesetzt worden und den erschöpften Entdeckern drohte eine mühsame Rückfahrt am westlichen Ufer. Rettung kam in Gestalt eines älteren Mannes mit einer Minifähre. Auf dieser Rundfahrt konnten die NAJUs viele Tiere und Pflanzen entdecken, unter anderem Jungstörche, einen jungen Fuchs, verschiedene Greifvögel und Feldmannstreu (geschützte Pflanze).

Auch eine Fahrt ins Archäologische Zentrum nach Hitzacker stand auf dem Programm. Hier konnte das Leben in der Bronzezeit erkundet werden. Besondere Begeisterung riefen das Schießen mit historischem Bogen und eine Fahrt im Einbaum hervor. Aber auch Hausbau mit Weidengeflecht und Lehm, Feuermachen mit Feuerstein, Schwefelkies und Zunder, Kochen und Backen über offenem Feuer waren tolle Erlebnisse.

Zu Fuß ging es an einem Tag von Rüterberg zur Festung Dömitz. Eine Pause an einem Teich wurde zur Entdeckungsreise: Molchlarven, Teichschnecken, Frösche, Wasserspinnen und Schwimmkäfer fanden großes Interesse. Auch Amphibientunnel, die am Wanderweg lagen,  wurden von den NAJU´s höchstpersönlich getestet. In der Festung Dömitz bekamen die Kinder und Jugendlichen einen Eindruck von einer mittelalterlichen Sternschanze, erfuhren von der Kerkerhaft Schriftstellers Fritz Reuter und konnten auch noch eine Sonderausstellung zum Biosphärenreservat Elbtalaue erleben.

In Göhrde konnten die Ausflügler das Waldlabyrinth testen und im Naturum vieles über den Wald und seine Bewohner erfahren. Gefallen hat hier das Waldkino, in dem die Tiere und der Wald über verschiedene Themen wie Enstehung der Göhrde, Jagdgeschichte und heutige Veränderungen erzählten.

Braungebrannt, gut gelaunt und voller Erlebnisse, die darauf warteten, Verwandten und Freunden erzählt zu werden, ging es am Samstag zurück in die wartenden Familien. Während der Rückfahrt wurde von den NAJUs noch ein eigenes Lied über ihre Erlebnisse gedichtet, welches beim nächsten Treffen am 18.08.18 um 10 Uhr am Haus der Natur in Oldendorf sicher zu hören sein wird. Neugierige Naturinteressierte sind wie immer herzlich Willkommen!

 

 

Elbe alternativ-Fähre
Elbe alternativ-Fähre

Kinderbereich

Tolle Wettbewerbe, außergewöhnliche Projekte, spannende Aktionen, Spaß, Natur pur, coole Freizeiten – das und noch vieles mehr bietet die NAJU für Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren an. Diese können beispielsweise in einer der zahlreichen NAJU-Kindergruppen aktiv werden oder am Wettbewerb „Erlebter Frühling“ teilnehmen.

NAJU besucht Wildpark Müden

 

Als im Oktober die Sammelaktion des Wildparks Müden stattfand, haben die jungen Naturschützer fleißig Eicheln gesammelt und deshalb Karten für einen Gruppenausflug erhalten.

Schnell war ein Termin für dieses  Event gefunden, bei dem auch die Familien einiger NAJUs mitkamen. Auf der Fütterungstour wusste der Tierpfleger allerhand Besonderheiten zu berichten, z.B. dass der Keiler normalerweise nicht das ganze Jahr bei der Rotte der Wildschweine lebt und "Eberhardt" ungewöhnlich alt ist.

 

Im Anschluss wurden noch die Ziegen liebkost, das Hüpfkissen erprobt, Spiele gespielt und Stockbrot über dem Feuer gebacken. Nach diesem ereignisreichen Vormittag fuhren die NAJUs fröhlich und gut informiert nach Hause.