Wildblumenwiese für zukünftige Streuobstwiese

Am zweiten Samstag im Monat Mai startete die NAJU des NABU Hermannsburg-Faßberg in einen ereignisreichen Monat. Begonnen wurde mit der Anlage einer Wildblumenwiese für die zukünftige Streuobstwiese. Die NAJUs haben mit Hilfe einiger NABUs und der örtlichen Gärtnerei Behn die ersten Arbeiten für die Wiese geschafft. Erst durfte die Gärtnerei tätig werden: Gras entfernen und Boden vorbereiten. Darauf haben die NAJUs glatt geharkt, gewalzt und Saatgut ausgebracht und nochmals das Saatgut gewalzt. Nach dieser erfolgreichen Aktion warteten nun alle gespannt auf die ersten Keimlinge! Mittlerweile wachsen schon die ersten Pflanzen. Jetzt warten alle Kinder schon gespannt auf den Herbst. Dann werden die Obstbäume mit Unterstützung der Hermannsburger Feuerwehr gepflanzt. Es werden alte, heimische Obstsorten gepflanzt. Hierfür suchen wir noch Baumpaten!

NAJU Arbeitseinsatz

Bild: Ron Livingston
Bild: Ron Livingston

Der NABU Hermannsburg/Faßberg betreut, mit Unterstützung des Niedersäschsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und der Naturschutzstiftung Celler Land, mit Prof. Dr. Thomas Kaiser, in Oldendorf Gemeinde Südheide eine ca. 1750 m² große Sandkuhle. Hier wachsen ganz seltene Pflanzen, wie zum Beispiel der "stark gefährdete" Zwerglein (Radiola Linoides),  der einzige Bestand im Landkreis Celle. Oder die "gefährdete" Quirlige Knorpelmiere (Illecebrum verticillatum). Noch viel seltener ist der  Fadenenzian (Cicendia filiformis), der in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Deutschlands in Kategorie 1 = „von vollständiger Vernichtung bedroht“ eingestuft ist. Es gibt in ganz Niedersachsen wahrscheinlich nur noch einen einzigen weiteren Bestand hiervon. In der Sandkuhle des NABU in Oldendorf ist die Fläche, auf der diese seltene Pflanze wächst, in diesem Jahr total mit Gras, meistens Pfeifengras, zugewuchert. Die Mitglieder der Naturschutzjugend (NAJU) des NABU Hermannsburg/Faßberg machten sich an die Arbeit und entkusselten, unter der Leitung und Mithilfe von drei Erwachsenen, den Bereich. Die Grassoden wurden mit Grabegabeln gelockert und dann von den Jugendlichen ausgerissen. Der Sand an den Wurzeln wurde gleich an Ort und Stelle abgeschüttelt, damit die wertvollen Fadenenzian-Samen der einjährigen Pflanze nicht verloren gehen. Es wurde ein Samstag Vormittag benötigt, dann war die Fläche total vom Gras befreit. Jetzt muss noch eine kleine Teichfläche vom Bewuchs befreit werden. Dafür wird der NABU aber maschinelle Hilfe benötigen. Dann werden auch die jetzt ausgegrabenen und ausgerissenen Grasbüschel abgefahren.